20 Jahre nach Tschernobyl
Ferien für betroffene Kinder im Säuliamt
Am 26. April jährte sich die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine zum 20. Mal. Unter den Folgen dieses Unglücks wird Weissrussland als unmittelbarer Nachbar noch Jahrzehnte leiden. Darum kommen auch dieses Jahr bereits zum fünften Male wieder Kinder zu einem vierwöchigen Erholungsurlaub ins Säuliamt. Für sie werden noch Kleider und Schuhe gesucht.
Auf Jahrzehnte hinaus wird Weissrussland noch unter den Folgen der Reaktorkatastrophe leiden, die sich am 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl (Ukraine) ereignet hat. Durch menschliches Versagen während eines wissenschaftlichen Experimentes kam es zu einer Explosion des Reaktorgebäudes. Es war der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomenergie-Nutzung. Die radioaktive Verseuchung hat zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung geführt. In einigen verstrahlten Gebieten traten bis zu 22-mal mehr Fälle von Schildrüsenkrebs bei Kindern auf als in den letzten fünf Jahren vor der Katastrophe.
Das Projekt Belarus lädt aus diesen Gründen auch im 2006 wieder 20 Mädchen und Knaben aus Weissrussland zu uns ins Säuliamt ein. Die Kinder werden vom 20. Mai bis zum 19. Juni 06 ihre Ferien bei Gasteltern verbringen. Neue Gasteltern und solche die bereits die letzten Jahre für je vier Wochen ein Kind beherbergt und mit den Mädchen und Knaben aus Weissrussland Erfahrungen gesammelt haben, freuen sich, einem Ferienkind unsere Welt zeigen zu dürfen. Dabei ist zu beachten, dass die Kindergruppe gemeinsam drei Mal wöchentlich den Tag mit Ausflügen und Besichtigungen verbringt. Diese Tagesprogramme mit Transport und Verpflegung werden teilweise von Vereinen und Firmen gesponsert.
Die Kinder kommen nur gerade mit dem was sie auf dem Leibe tragen zu uns. Deshalb suchen wir für sie noch Kleider und Schuhe.
Am Mittwoch, 17. Mai 06 von 13.30 bis 16.00 Uhr und am Freitag 19. Mai 06 von 09.00 bis 11.30 Uhr finden im ref. Chilehus Affoltern a.A. Kleidersammlungen statt. Gesucht werden die Kleidergrössen 128 bis 152 und Schuhgrössen 34 bis 42. Sehr begehrt sind vor allem Jacken, Regenjacken, Badehosen, Pyjamas, Shorts, Regenstiefel, Wanderschuhe, Unterwäsche, Socken und Sporttaschen. Aus Platz- und Gewichtsgründen können keine Winterkleider angenommen werden.
Für weitere Frage steht Frau Ursula Frick, Tel. 044 761 05 51 gerne zur
Verfügung.
mm
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 28. April 2006
Belarus Affoltern