Projekt Belarus – ein Erfolg
Kinder aus Weissrussland im Säuliamt – Ein Abend für die Helferinnen und Helfer
Die Träger des Projekts Belarus, welches jährlich 20 weissrussischen Kindern einen vierwöchigen Ferienaufenthalt im Säuliamt ermöglicht, veranstalteten für alle Helferinnen und Helfer einen gemütlichen Abend als Dank für die geleistete Arbeit. Auch nächstes Jahr sollen wieder Kinder aus den von Tschernobyl verstrahlten Gegenden zu einem Erholungsaufenthalt eingeladen werden.
Seit etwas mehr als zwei Monaten sind die 20 Kinder aus Weissrussland wieder in ihrer Heimat. Sie stammen alle aus einer Gegend, die noch heute durch das Reaktorunglück von Tschernobyl belastet ist. Wohl fanden sie in der Schweiz ein eigentliches Schlaraffenland, trotzdem freuten sich alle, in ihre Heimat zurückzukehren. Der eine oder andere Kontakt gab es seither sicher, Briefe und sogar Telefongespräche wurden zwischen dem Säuliamt und Tschorny Bor, dem Dorf aus dem die Kinder stammen, getauscht. Die Briefe sind ein bisschen unkomplizierter als die Telefonate, da gib es Übersetzungen und vielfach helfen Zeichnungen zum besseren Verständnis. Weissrussisch und Deutsch haben leider nicht viele Gemeinsamkeiten. Am Telefon sind eben Gestik, Mimik und die lustigen Faxen beidseits ausgeschlossen.
Ein Danke an die Helferinnen und Helfer
Und ganz genau um solche Erinnerungen auszutauschen, aber auch um Pläne für künftige Aktivitäten für das Projekt Belarus zu schmieden ging es am «Helfer-Höck». Bereits das zweite Jahr trafen sich die Helfer und guten Geister des Projektes Belarus auf dem Bauernhof von Annemarie und Peter Frutiger in Zwillikon. Von der Reformierten Kirchgemeinde Affoltern organisierte Marlies Topham zusammen mit der Kerngruppe des Projektes diesen fröhlichen Abend. Die Familie Frutiger verwöhnte ihre Gäste mit Brot und Käse, Wein und Most und feinen Desserts.
«Unzählig...»
Der Anlass soll für die unzähligen Helfern, die den Aufenthalt der Kinder bei uns überhaupt ermöglichten, ein herzliches Dankeschön sein. Um der Wahrheit gerecht zu werden ist der Ausdruck «unzählig» zu präzisieren. Die Leistungen sind durchwegs zu beziffern und beeindruckend. Allein für den Fahrdienst (die Kinder werden stets bei den Gasteltern abgeholt und nach den gemeinsamen Ausflügen wieder zurück gebracht) waren 30 Fahrerinnen und Fahrer für die mehr als 200 Fahrten nötig. Für die Disponentin Beatrice Egli eine Generalstabsarbeit mit gut und gerne 60 Stunden Arbeit. Der Verpflegungsdienst unter der Leitung von Vreni Bär, organisierte mit 12 Helferinnen rund 200 Lunchpakete, einen Brunch und 3 Mittagessen für 12 ganztägige Ausflüge. Auch hier resultierten weit über 50 Arbeitstunden.
Die Aufzählung ist natürlich längst nicht abschliessend. Eine Kerngruppe von zehn Personen leitet und führt das Projekt in mehreren Sitzungen. Da sind Tagesprogramme zu gestalten, Gasteltern zu werben und Gönner bei Laune zu halten. Nicht zu vergessen ist die Organisation einer Kleiderbörse, kommen doch die jungen Gäste allesamt mit äusserst spärlichem Gepäck bei uns an.
In knappen Worten unterstrich der Gesamtleiter Ruedi Künzi den Dank an
alle diese Helfer. Nur dank allen im Hintergrund wirkenden Gönnerinnen
und Gönnern, die ihre Arbeitskraft immer wieder gerne zur Verfügung
stellen, ist die Riesenarbeit um das Projekt Belarus überhaupt zu
bewältigen. Er sprach von einer äusserst erfolgreichen Durchführung
dieses Jahr und sieht zuversichtlich und mit grosser Freude auf die
bereits erfolgte Einladung von weiteren 20 Mädchen und Buben nächstes
Jahr zu uns ins Säuliamt.
PC-Konto: 87-479861-6
Martin Mullis
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 27. August 2004
Belarus Affoltern