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Projektbeschrieb

Neue Projektausrichtung

Heutige Situation

Bereits im Jahr 2009 konnten die damals eingeladenen Kinder nicht in den Erholungsurlaub in die Schweiz kommen. Belarus fordert ein Abkommen mit der Schweiz, das aus verschiedenen staatspolitischen Gründen nicht abgeschlossen werden kann. Trotz den fortgesetzten Verhandlungen wurden bis heute keine situationsverbessernde Ergebnisse erzielt.

Neuer Weg

Die Kerngruppe Projekt Belarus Bezirk Affoltern hat entschieden, die Kinder in Belarus auf eine andere Art zu unterstützen. Im Vordergrund steht das Projekt für Kinder mit Diabetes in Belarus. Sie sollen in einem Ferien-Lager lernen, wie der Blutzucker richtig gemessen und das Insulin gespritzt wird. Ernährungsschulung ist auch im Programm. Die Zusammenarbeit erfolgt weiterhin mit der Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ in Minsk. Anlässlich mehrerer Besuche in der Stiftung konnte ich die Leiterin des Diabetesprojektes, Ljudmila Maruschkewitsch, kennen lernen. Sie ist sehr engagiert, kompetent und vertrauenswürdig und hat schon einige Lager durchgeführt. Sie erstellt jeweils einen detaillierten Bericht über die Projekte. Daraus ist ersichtlich, wie gearbeitet und wofür das Geld eingesetzt wird. Die Kerngruppe freut sich, dass die langjährige Aufbauarbeit und die guten Kontakte mit Belarus so in einem neuen Betätigungsfeld genutzt werden können.

Danke!

Im Namen der Belarus-Kinder bedanken wir uns herzlich bei Allen, die sich in irgend einer Form für das Projekt engagiert haben. Dank dem Engagement von so vielen Personen war es möglich, den Kindern einen nachhaltigen Erholungsaufenthalt zu bieten.

Spenden

Sie können weiterhin unser Spendenkonto berücksichtigen. Das Geld wird für das Diabetesprojekt eingesetzt. Es freut uns, wenn Sie die Kinder in Belarus auch weiterhin unterstützen. Unser Kleiderlager wird aufgelöst und der Evang. Meth. Kirche Affoltern für die Sammlung zu Gunsten der Ukraine überreicht.

Projekt Belarus
Bezirk Affoltern

Ruedi Künzi

Kontoangaben:
Ref. Kirchengutsverwaltung Affoltern a. A.
Kinder Tschernobyl
8910 Affoltern am Albis
Postcheck-No: 87-479861-6


Alter Projektbeschrieb

Ferien für Kinder aus den von Tschernobyl verseuchten Gebieten

Kinder aus Belarus in der Schweiz

Ausgangslage

Die Folgen des Reaktorunglücks 1986 in Tschernobyl sind immer noch zu spüren. Vor allem im nahe gelegenen Gebiet von Weissrussland (Belarus). Die Bevölkerung kämpft gegen viele Krankheiten, weil ihr Immunsystem geschwächt ist. Die Kinder sind für Krankheiten besonders anfällig, da sie nie eine normale Abwehrkraft entwickeln können. Gewöhnliche Grippen und Husten werden zu bedrohlichen Krankheiten. Bereits ein Aufenthalt von einem Monat in unverstrahltem Gebiet stärkt das Immunsystem nachhaltig. Das geringe Einkommen und die prekäre wirtschaftliche Situation verhindern oft einen Umzug in unverstrahltes Gebiet.

Woher kommen die Kinder

Sie stammen aus Tschorny Bor und Umgebung (ca. 230 km östlich von Minsk). Dieses Gebiet hat ca. 70% des radioaktiven Niederschlages erhalten. Einige Dörfer und Städte sind wegen der zu starken Strahlenbelastung zur Todeszone erklärt worden. Die Einwohner sind seit dem Unglück evakuiert. Weiterhin bewohnte Gebiete sind ebenfalls verstrahlt und wirken negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung.

Welche Kinder kommen

Kinder, die es gesundheitlich am nötigsten haben, werden eingeladen. Voraussetzung ist, dass sie reisefähig sind. Sie stammen mehrheitlich aus Familien mit sehr geringem Einkommen. Soziale Nöte belasten viele Familien (Alkoholsucht, Scheidungen, Todesfälle, etc.).

Auswahl der Kinder

Im Jahre 1986 gründeten Gennadij und Irma Gruschewoi die Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl". Als vom Staat unabhängige und demokratisch geführte Institution vermitteln sie Ferienaufenthalte für strahlengeschädigte Kinder in einige west-europäische Länder. Jedes Kind reist nur ein Mal, damit möglichst viele Kinder die Chance eines Erholungsurlaubs erhalten. Die ganze Stiftung arbeitet ehrenamtlich.

Aufenthalt

Seit 2002 kommen jeweils im Mai Kinder per Flugzeug in den Bezirk Affoltern. Gasteltern (mit oder ohne eigene Kinder) nehmen sie für vier Wochen auf. Die Kinder sind mit Wenigem ausgerüstet. Sie benötigen Kleider und persönliche Utensilien. Diese werden durch eine Sammlung zusammengetragen. An drei Tagen pro Woche treffen sich alle Ferienkinder zu gemeinsamen Ausflügen, zum Basteln und Spielen. Diese Programme organisiert die Projektgruppe.

Sprache

Die Muttersprache der Kinder ist Belarussisch, eine dem Russischen verwandte Sprache. In der Schule lernen sie Russisch, ein wenig Französisch oder Deutsch, welches für eine gute Verständigung bei einem Ferienaufenthalt kaum reicht. Deshalb reisen auch Dolmetscherinnen aus Belarus mit.

Projektgruppe/Trägerschaft

Die ref. Kirchgemeinden Affoltern, Hausen und Maschwanden bilden zusammen die Trägerschaft. Die Projektgruppe setzt sich aus Mitgliedern aus dem Bezirk Affoltern zusammen. Weitere HelferInnen aus dem Bezirk Affoltern ergänzen die Projektgruppe. Alle arbeiten ehrenamtlich. Eine Delegation der Projektgruppe besucht die Partnergemeinde Tschorny Bor regelmässig.

Kosten

Die Kirchgemeinden dürfen für dieses Projekt keine Steuergelder verwenden. Es wird selbsttragend mit Spendengeldern finanziert. Für Flug, Visa, Versicherung entstehen Kosten von ca. SFr. 1'300.- pro Kind.

 

Unterstützen Sie dieses Projekt mit Ihrer Spende!

PC-Konto: 87 - 479861 - 6

 

Herzlichen Dank
Die Projektgruppe